Saison 2019/2020 wird nicht zu Ende gespielt

 

Nach einer Umfrage aller Spielleiter, entscheidet der SAS MFR im Sinne der Mannschaften, die Saison 2019/20 mit den absolvierten

Spielen abzubrechen. Deutlich mehr als die Hälfte aller Mannschaften stimmten für den Abbruch der Saison. Der Rest

votierte für das Modell des DKBC und BSKV oder dem Vorschlag, den Spielbetrieb bis spätestens Mitte Juni wieder aufzunehmen,

sofern dies von Seiten der Regierung und den Ausgangsbeschränkungen möglich werden würde.

 

Es gibt wirklich keinen Funktionär, dem es nicht Recht gewesen wäre, die Saison odnungsgemäß zu beenden. Jetzt besteht natürlich eine

gewisse Ungerechtigkeit, da nicht jede Mannschaft 2 x gegen alle anderen Mannschaften spielen durfte. Manche Mannschaften machten

sich noch Hoffnungen auf einen Aufstiegsplatz und andere hätten den drohenden Abstieg noch verhindern wollen.

 

Aber ein Fortführen der Saison hätte auch einige Schwierigkeiten mit sich gebracht, mit denen sich der SAS MFR auch auseinandergesetzt hat.

Folgende Punkte wurden vorgebracht und auch diskutiert:

Manche Kegelbahnanlagen werden saniert und stehen den Klubs dann nicht mehr zur Verfügung.

Terminliche Probleme durch Trainingsrückstand - es wurden bis zu 4 Wochen Training vor dem vorletzten Spieltag gefordert.

Ein Verschieben vom Ende des Sportjahres, bzw. vom Anfang des nächsten Sportjahres ist quasi nicht möglich.

Personelle Probleme bei den Klubs durch das Fernbleiben von Keglern werden befürchtet, weil die das Risiko einer Infektion nicht eingehen wollen.

Aber auch der generelle weitere Schutz der Kegler vor einer Infektionsgefahr war oft als Argument genannt.

 

Diese Argumente gepaart mit den Abstimmungsergebnissen ließen den Mitgliedern des SAS MFR fast keine andere Wahl, als im

Sinne der Kegler zu entscheiden. Natürlich wäre eine sportliche Entscheidung für alle wünschenswert gewesen, vor allem für die, welche

noch um Auf- oder Abstieg kämpfen hätte können. Aber die Gesundheit ist halt unser höchstes Gut und diese gilt es, unter allen Umständen zu

erhalten, auch wenn die Wahrscheinlichkeit einer Infektion relativ niedrig ist. Würde sich aber jemand nachweislich bei einem Wettkampf

infizieren, wäre die Entscheidung der Funktionäre für eine Fortsetzung der Saison sofort in Frage gestellt.

Wer will sich schon so einen Schuh anziehen?

Wenn man die Berichterstattungen bezüglich der Coronakrise und den Veranstaltungen verfolgt, so hört man jetzt schon, dass große Events

und Klubbetrieb über Monate nicht erlaubt werden soll. Insofern bliebe uns sowieso keine andere Wahl, als die Saison abzubrechen.

 

Nun aber die Frage: Wie geht es weiter?

Die aktuell erreichten Tabellen- und Mannschaftsounkte werden gewertet. Nach gut 90% der absolvierten Spiele kann man nicht einfach hergehen

und so tun, als wären die ausgetragenen Wettkämpfe nicht geschehen. Auch wenn sich noch Änderungen in der Rangfolge ergeben hätten können,

so haben die Tabellen doch eine deutliche Aussagekraft.

Die gewonnenen Tabellen- und Mannschaftspunkte werden ins Verhältnis zu der Anzahl der Spiele gesetzt, das heißt, es werden je Mannschaft deren

TP und MP jeweils durch die Anzahl derer Spiele geteilt. Mit den errechneten Werten wird die Rangfolge in der Tabelle bestimmt. In Kürze werden die

Tabellen mit den errechneten Werten veröffentlicht.

 

Die nächste Saison wird, sofern nix anderes angeordnet wird, erst mal ganz normal geplant, als wäre bis zum Start im September der Spuk mit dem

Virus endlich vorbei. Der Termin für die Mannschaftsmeldung ist der 02.07.2020.

 

GUT HOLZ

 

Oliver Durin

Bezirkssportwart MFR